{"id":616,"date":"2024-04-14T08:00:39","date_gmt":"2024-04-14T07:00:39","guid":{"rendered":"https:\/\/gerardi.ch\/?p=616"},"modified":"2024-04-13T20:29:49","modified_gmt":"2024-04-13T19:29:49","slug":"fazit-nach-28-tagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/gerardi.ch\/index.php\/2024\/04\/14\/fazit-nach-28-tagen\/","title":{"rendered":"Fazit nach 28 Tagen"},"content":{"rendered":"<p>Ziemlich genau 4 Wochen waren wir jetzt unterwegs von Nordgriechenland bis Tirana. Nicht gerade weit &#8211; aber umso intensiver konnten wir Albanien kennenlernen. In Griechenland waren wir ja schon einige Male, aber Albanien war totales Neuland f\u00fcr uns. Folgend haben wir noch ein paar Fazits und Informationen zu diversen Themen zusammengefasst. F\u00fcr diejenigen, die lieber Fotos &#8222;gucken&#8220;, einfach wegklicken, denn jetzt kommt viel Text \ud83d\ude09<\/p>\n<p><strong>Wildcampen<\/strong><\/p>\n<p>Wir haben auf unserer Reise bisher nicht einen schlechten oder mittelm\u00e4ssigen \u00dcbernachtungsplatz akzeptieren m\u00fcssen. Ohne Suchen (ok &#8211; manchmal mit Hilfe der App park4night), haben wir immer super sch\u00f6ne und ruhige Pl\u00e4tze gefunden. In Albanien ist frei stehen \u00fcbrigens erlaubt und es interessiert auch nirgends jemanden oder wenn, dann sind die Reaktionen eher positiv. Leben und Leben lassen scheint diesbez\u00fcglich das Motto zu sein und so haben wir uns \u00fcberall sehr wohl und sicher gef\u00fchlt und \u00fcberhaupt keine schlechten Erfahrungen gesammelt.<\/p>\n<p>Wir sind jetzt in der Nebensaison unterwegs gewesen und daher haben wir nur wenige andere Camper angetroffen, auch wenn wir Pl\u00e4tze angesteuert haben, wo anscheinend, viel los sein soll. In der Hauptsaison ist das ziemlich sicher anders und wenn man einsame Pl\u00e4tze sucht, muss man mehr Kreativit\u00e4t walten lassen.<\/p>\n<p>Trinkwasser kann man an diversen Quellen auff\u00fcllen, was \u00fcbrigens nicht nur campende Touristen tun, sondern auch die Einheimischen. Die Grauwasserentsorgung gestaltet sich dagegen schwieriger &#8211; zumindest, wenn man sein Abwasser akurat entsorgen m\u00f6chte. In Sachen Umwelt und Naturschutz hinkt Albanien anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern stark hinterher und auch auf gut ausgestatteten Campingpl\u00e4tzen, gibts einfach eine Stelle, wo jeder sein Abwasser ungefiltert in den Boden fliessen l\u00e4sst. Alternativ wurde uns auch vorgeschlagen, das Wasser einfach irgendwo abzulassen.<\/p>\n<p>Fazit: Was \u00dcbernachtungspl\u00e4tze anbelangt, finden wir, dass Albanien (und das gilt auch f\u00fcr Nordgriechenland) \u00e4hnlich cool ist wie Norwegen \/ Schweden und diese Art zu Reisen hier absolut zu empfehlen ist. Insbesondere auch f\u00fcr Kletterer, da die Kletterspots recht verstreut liegen.<\/p>\n<p><strong>Verkehr und Strassen<\/strong><\/p>\n<p>Was den Strassenzustand anbelangt, haben wir bisher recht unterschiedliches erlebt: Gut aussgebaute, relativ neue &#8211; aber meist recht schmale Strassen &#8211; aber auch viele zeitraubende Strassen in schlechtem Zustand mit Schlagl\u00f6chern, vielen Bodenschwellen oder wilden Schotterpisten. Grunds\u00e4tzlich gilt: Immer mehr Zeit einplanen, als das Navi vorschl\u00e4gt!<\/p>\n<p>Die albanischen Autofahrer sind zudem oft mit allem m\u00f6glichen besch\u00e4ftigt und sind w\u00e4hrend dem Fahren am Handy, essen was oder wirken sonst irgendwie abgelenkt. Also immer gut aufpassen! Auch wenn sie vom Fahrstil her (bis auf Ausnahmen) eher entspannt und h\u00f6flich sind.<\/p>\n<p>Der &#8222;typische Albaner&#8220; (sorry &#8211; ich stehe sonst nicht auf Schubladen), scheint wohl gern Mercedes zu fahren. Von auseinanderfallend bis aufpolierte AMGs gibts hier alles. Einen hohen Stellenwerk hat ein Auto hier jedenfalls.<\/p>\n<p><strong>Hunde<\/strong><\/p>\n<p>Das ist ja nicht gerade mein Lieblingsthema, aber hier musste ich mich mit dem Thema ziemlich auseinander setzen. Es gibt grob zusammengefasst vier Arten von Hunden.<\/p>\n<ul>\n<li>Streuner: Sie sind teilweise zahlreich in D\u00f6rfern oder stadtnahen Gebieten unterwegs. Meistens sind sie an uns total desinteressiert und halten auch einen gewissen Abstand sein. Schreckhaft und \u00e4ngstlich sind sie meist auch &#8211; was zeigt, dass sie nicht immer nett behandelt werden. Grunds\u00e4tzlich waren mir das die liebsten, da sie entspannt und v\u00f6llig unaufdringlich sind. Und manchmal auch anh\u00e4nglich.\n<p><figure id=\"attachment_547\" aria-describedby=\"caption-attachment-547\" style=\"width: 575px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-547\" src=\"https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1-575x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"575\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1-575x1024.jpg 575w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1-768x1367.jpg 768w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1-863x1536.jpg 863w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7936-1-1.jpg 1124w\" sizes=\"(max-width: 575px) 100vw, 575px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-547\" class=\"wp-caption-text\">Unser Streuner &#8222;Freddy&#8220;<\/figcaption><\/figure><\/li>\n<li>Hofhunde: Besch\u00fctzen ihr Revier und sind sehr aggressiv. Sofern sie eingesperrt oder angeleint sind &#8211; kein Problem! Aber wenn sie frei sind, m\u00f6chte man denen nicht begegnen. Daher haben wir auch auf den Besuch eines Klettergebiets verzichtet, wo es schon einige Vorf\u00e4lle gegeben hat und die Kletterer (auch Gruppen!) in sehr unangenehme Situationen gekommen sind.<\/li>\n<li>H\u00fctehunde: Sie tun nat\u00fcrlich ihren Job und besch\u00fctzen die Herde. Teilweise ist noch ein Hirte dabei und schaut, dass sie einem fernbleiben. Falls nicht, gibt es da auch sehr ungem\u00fctliche Kaliber, die extrem aggressiv werden. Das ist beim Wandern oder in der Natur generell ein Faktor und daher schadet es nicht einen Stock oder Stein dabei zu haben. Zum Gl\u00fcck mussten wir das bisher nicht nutzen.<\/li>\n<li>Wilde Hunderudel: Von denen haben wir zum Gl\u00fcck nur gelesen, sind ihnen aber selber nicht begegnet. Leuten, denen es so gegangen ist, haben von lebensgef\u00e4hrlichen Situationen berichtet, aber wir k\u00f6nnen das jetzt nicht beurteilen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>M\u00fcll<\/strong><\/p>\n<p>M\u00fcll ist leider ein akutes Problem hier in Albanien und oft liegt haufenweise M\u00fcll an den sch\u00f6nsten Pl\u00e4tzen herum. Neben Strassen, in Schluchten, auf Strassen, an Str\u00e4nden, an Flussufern&#8230;.eigentlich \u00fcberall. Viel davon sind Plastikabf\u00e4lle, wie T\u00fcten und Plastikflaschen, aber grunds\u00e4tzlich findet sich alles: Dosen, Flaschen, Matratzen, M\u00f6bel usw.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-535\" src=\"https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1-576x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"576\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1-576x1024.jpg 576w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1-169x300.jpg 169w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1-768x1365.jpg 768w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1-864x1536.jpg 864w, https:\/\/gerardi.ch\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/img_7938-1.jpg 1125w\" sizes=\"(max-width: 576px) 100vw, 576px\" \/><\/p>\n<p>Teilweise verbrennen die Menschen den M\u00fcll einfach auf ihrem Grundst\u00fcck. Was jetzt schlimmer ist &#8211; verbrennen oder in die Natur schmeissen &#8211; bleibt hier die Frage. Teilweise wird auch einfach der Inhalt der M\u00fclltonnen angez\u00fcndet, damit es wieder Platz gibt.<\/p>\n<p>Traurig, das so zu sehen \ud83d\ude41 Aus unserer Sicht handelt es sich um ein politisch-organisatorisches Problem kombiniert mit mangelnder Bildung in Bereich Umwelt,- und Naturschutz. Und sicher auch ein Problem, dass sich nicht von heute auf morgen l\u00f6sen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Touristisch wichtige Orte werden regelm\u00e4ssig ges\u00e4ubert und vermitteln einen ordentlichen Eindruck &#8211; leider die Ausnahme &#8211; und wer weiss, wo der M\u00fcll dann gelandet ist?<\/p>\n<p><strong>Landschaft<\/strong><\/p>\n<p>Bergig! Das kann man wohl eindeutig \u00fcber Albanien sagen. Lediglich ein schmaler K\u00fcstenstreifen von ein paar hundert Metern (wenn \u00fcberhaupt) ist flach, bevor es wieder bergig wird. Das ist nat\u00fcrlich seeehr cool &#8211; aber es gibt nat\u00fcrlich oft keine vern\u00fcnftige Infrastruktur oder Wanderwege um die Berge entdecken zu k\u00f6nnen. Einige Regionen sind ganz gut erschlossen, aber sonst wird es schnell abenteuerlich und \/ oder buschig-m\u00fchsam. Auch wenn mal irgendwo ein Weg angelegt wurde, so ist er auch schnell wieder verwachsen und kaum mehr zu sehen oder zu begehen. Da haben wir auch schon unsere Erfahrungen gesammelt. Insgesamt bietet die Landschaft aber viel Abwechslung und wir haben viele tolle Schluchten, Gipfel, Fl\u00fcsse und Seen angetroffen. Auch die Str\u00e4nde kann man hier erw\u00e4hnen, die meist mit kristallklarem Wasser und Kiesstr\u00e4nden (oft mit Sand gemischt) aufwarten. Nicht etwa auf den Malediven, sondern in Albanien befindet sie der &#8222;blaueste&#8220; Strand der Welt!<\/p>\n<p><strong>Leute<\/strong><\/p>\n<p>Bisher haben wir nur positive Erfahrungen gesammelt und sehr gastfreundliche und offene Menschen kennengelernt. W\u00fcrde einem etwa in der Schweiz einfach jemand wildfremdes zu sich nach Hause einladen und bewirten? Da wir das nicht gewohnt sind, f\u00fchlt es sich auch immer etwas komisch an &#8211; auch weil die Menschen hier viel \u00e4rmer sind als wir und trotzdem ohne Gegenleistung oder Erwartung mit uns teilen. Da sollte man sich echt ne Scheibe abschneiden!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich genau 4 Wochen waren wir jetzt unterwegs von Nordgriechenland bis Tirana. 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